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Die Wunder des Grenzmaasgebiets

Echte Wunder

Verwunderung bedeutet, über etwas Unerwartetes zu staunen, beispielsweise über einen besonderen Ort oder eine interessante Geschichte. Ein Wunder hingegen ist ein außergewöhnliches Ereignis, das einer göttlichen Macht oder übernatürlichen Kraft zugeschrieben wird. Die Frage, ob es Wunder tatsächlich gibt, beantwortet jeder Mensch selbst, aber dass sich hin und wieder ein merkwürdiges oder unerklärbares Geschehen ereignet, ist wohl unstrittig. Und so ist es auch in der Grenzmaasregion!

Das Wunder von Stein

1970 wurde das Dorf Stein von Hunderten Pilgern besucht, nachdem dort ein wahres Wunder geschehen war. Bertha Meulenberg, eine Bewohnerin von Stein, litt an Rheuma. Inspiriert von der Geschichte der Deutschen Therese Neumann, die am Karfreitag eine Christus-Vision hatte, beschloss sie im Jahr 1965, neun Tage lang zu beten. Am vierten Tag hörte sie Klopfgeräusche, und an einem der folgenden Tage erhielt sie von Neumann den Auftrag, eine Kapelle zu bauen. Am neunten Tag war Bertha Meulenberg - entgegen den Erwartungen sämtlicher Ärzte - genesen: ihr Rheumaleiden war verschwunden. Während der Errichtung der Kapelle im Jahr 1970 entdeckte ihr Sohn, wiederum am Karfreitag, dass das Kruzifix im Flur des Hauses „blutete“. Die Tropfen, die am Kreuz entlang liefen, fielen nicht auf den Boden. Pilger hoffen inzwischen schon seit Jahren auf ein neues Wunder, aber das Kruzifix hat bis heute nicht mehr reagiert. Die Kapelle mit dem Namen „Kapelle des bitteren Leidens“ ist täglich zu besuchen.

Die Nonne mit der Nadel

1866 ereignete sich in Sittard ein Wunder, das einer Schülerin des Pensionats der Ursulinen das Leben rettete. Bei der Handarbeit hatte sie versehentlich eine Nadel verschluckt, die an einer unerreichbaren Stelle im Hals steckenblieb. Eine Entzündung und infolgedessen der Tod drohte, denn Penizillin war damals noch nicht entdeckt. Nachdem die Schülerin jedoch ein Gebet an die Liebfrau Maria vom heiligen Herzen gerichtet hatte, konnte sie die Nadel letztendlich aufhusten. Das Wunder sorgt noch immer dafür, dass viele Pilger den Mariapark und die Basilika in Sittard besuchen.

Die Lichter der Sankt Lucia

Mitten in der Dunkelheit des Winters wird in Beek jedes Jahr das Fest der Heiligen Lucia gefeiert. 1952 kam diese Tradition, die ihren Ursprung in Schweden hat, nach Beek, um die Menschen wieder näher an den Glauben heranzuführen. Ein Element der Feierlichkeiten ist die jährliche Wahl einer Lichterkönigin und ihrer Lichtjungfern. Die Lichterkönigin hält ungefähr am 13. Dezember, dem Namenstag der Heiligen Lucia, Einzug in die Kirche und trägt dabei eine Krone aus brennenden Kerzen. Auch spielt sie eine besondere Rolle beim Lichterumzug, der jetzt mit Karneval kombiniert wird.

Um die Heilige Lucia ranken sich viele Legenden. Die Jungfrau lebte im 3. Jahrhundert nach Christus, also in einer Zeit der Christenverfolgungen. Als ein heidnischer Mann sich in sie verliebt hatte und ihr ein Kompliment für ihr schönen Augen machte, stach sie ihre Augen aus und schickte sie ihm auf einer Schale. Die Botschaft: Lass mich in Ruhe. Gott schenkte ihr auf wunderbare Weise wieder das Augenlicht, sodass Lucia wieder sehen konnte.

Die heilenden Hände von Pater Karel

Joannes Houben aus Munstergeleen wurde bei der Musterung als für den Militärdienst untauglich eingestuft, trat daraufhin in ein belgisches Kloster ein und nahm den Namen Pater Karel an. Obwohl er anfangs kein Englisch sprach, wurde er Anfang 1852 als Missionar zuerst nach England und später nach Irland gesandt. Wegen seines offenen Ohres für die Nöte der Menschen und seiner „heilenden Hände“ wurde er von vielen Gläubigen verehrt. 1893 starb Pater Karel. 105 Jahre später, im Jahr 1999, ereignete sich in dem Dorf, in dem er geboren worden war, ein Wunder. Nachdem Dolf Dormans von den Ärzten gehört hatte, dass er nur noch wenige Stunden leben würde, betete er zu Pater Karel. Seine sehr ernste Darmkrankheit heilte und er lebte noch 18 Jahre lang. Daraufhin wurde das Verfahren zur Heiligsprechung von Pater Karel in Gang gesetzt. Die zuständige Kommission in Rom entschied einstimmig, dass dieser Vorfall nicht durch die medizinische Wissenschaft erklärt werden konnte und somit ein Wunder war. Im Jahr 2007 wurde Pater Karel heiliggesprochen.

Eine Kapelle für Maria

Der Bau der Marienkapelle von Schilberg hat eine besondere Vorgeschichte, denn Maria selbst hat um die Kapelle gebeten. Der Überlieferung zufolge sah ein Schäfer eines Tages nach dem Beten eine Marienfigur in einem Baum. Er brachte die Figur in die Kirche, aber am nächsten Tag war sie verschwunden. Später erschien das Bild dem Schäfer erneut. Es war bekannt, dass Maria an anderen Stellen auf diese Weise ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht hatte, dass eine Kapelle errichtet werden sollte. Dieser wunderliche Vorfall führte im Jahr 1691 zum Bau der Liebfrauenkapelle (Kapelle unserer lieben Frau von Peys). Hier konnten die Menschen in Schilberg Maria um Trost und Hilfe bitten.

In der kleinen Kapelle steht eine Marienfigur. Die Figur zeigt Maria mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm. Auf ihrem linken Arm liegt ein geöffnetes Buch. Das Kind schaut den Betrachter an und zeigt mit einem Finger auf den Text im Buch, den Anfang des Ave Maria.

'Route voller Verwunderung' Fahrradkarte

Route voller Verwunderung

Eine Fahrradroute durch die Südlimburger Grensmaasregion, die Sie in Erstaunen versetzen wird über die wunderschöne Natur, die Aussicht, den Flusspark Maasvallei, das Geleenbeek-Tal und das kulturelle Erbe.